30.01.2019

Sinn oder Unsinn von Unternehmensberatung oder warum Beratung vor allem Befähigung sein sollte

Was macht wirklich den Unterschied einer Unternehmensberatung aus?

Die Branche der Unternehmensberatung wächst immer noch schneller als die Wirtschaft insgesamt. Unternehmensberatung oder Consulting ist eine Dienstleitung, die sich einigen Jahrzehnten wachsender Akzeptanz und steigender Inanspruchnahme gegenübersieht und eine Sättigung des Beratungsmarktes ist (noch) nicht absehbar.

Die Planung eines neues Gebäudes, die Erschließung neuer Märkte oder Vertriebswege, Unternehmensfusionen, Kapazitätsengpässe, das drohende Scheitern eines Projekts aber auch Alibifunktion für das „Verkünden“ schlechter Nachrichten - all dies sind Beispiele für Gründe warum Unternehmensberatungen engagiert werden. So unsinnig es ist, aus falsch verstandener Sparsamkeit alles selbst machen zu wollen, so problematisch ist es, für gewisse Aufgaben und Einsatzgebiete Berater einzusetzen. Aber wann und in welchem Kontext macht der Einsatz von Beratern Sinn und wo ist dieser eher unsinnig oder kontraproduktiv?

Um diese Frage zu beantworten, es ist sinnvoll, sich zunächst einmal den Begriff „Beratung“ anzuschauen. Von den unzähligen existierenden Definitionen sollen nur die folgenden zwei herangezogen werden:

  • „Abgabe und Erörterung von Handlungsempfehlungen durch Sachverständige, wobei von den Zielsetzungen des zu Beratenden und von relevanten Theorien unter Einbeziehung der individuellen Entscheidungssituation des Auftraggebers auszugehen ist.“
    (Gablers Wirtschaftslexikon)
  • „Jemandem einen Rat geben, der auf Erfahrungen und größerem Wissen beruht“
    (Duden: Wörterbuch, Band I

Beide Definitionen beschreiben sehr prägnant warum es bei Beratung eigentlich geht oder gehen sollte – nämlich den Klienten dazu zu befähigen, seine eigenen Entscheidungen treffen zu können.

Dazu gehört eben nicht Berater zu Dauergästen im Unternehmen werden zulassen oder sie als Erfüllungsgehilfen von bereits „im Geheimen“ beschlossenen Maßnahmen zu machen, weil der Unternehmensleitung der Mut fehlt, diese gegenüber den Mitarbeitern auszusprechen.

Ebenso wenig kann Beratung eine Stellvertretungsfunktion sein, indem der Berater/Ratgeber seinen Rat auch gleich in die Tat umsetzt. Ansonsten würde eine Eheberatung wohl „sehr skeptisch“ aufgenommen werden.

Das heißt, Beratung ist oder sollte immer als „Hilfe zur Selbsthilfe ausgelegt sein. Genau diesen Ansatz vertritt die Greensocks Consulting mit ihrem Geschäftsführer Michael Thissen und seinen beiden Partnern Thomas Engelmann und Bodo Piening: „Wir verstehen uns als Befähiger und nutzen für unsere Arbeit vorhandene Potenziale im Kundenunternehmen und bauen darauf auf, d. h. wir bieten eine fachliche und methodische Unterstützung und zeigen dem Kunden, wie er ähnliche Probleme mit dem erlernten Wissen in der Zukunft selbst umsetzen kann. Als Sparringspartner begleiten wir den Kunden in jeder Prozessphase, geben Impulse, vermitteln Wissen und Methoden und schärfen den Blick für das Notwendige und Machbare. Gemeinsam mit dem Kunden entwickeln wir tragfähige Lösungsideen.“

Der Nutzen dieses Beratungsansatzes für den Kunden liegt klar auf der Hand. Neben Einsparungseffekten besteht dieser vor allem darin, dass die interne Kompetenz im Unternehmen erhöht wird und dieses einen wichtigen Entwicklungsschritt in Richtung „lernende Organisation“ macht. Dies ist auch deshalb wichtig, weil sich die Unternehmensumfelder – anders als vor Jahren und insbesondere vor dem Hintergrund der Digitalisierungswelle – permanent wandeln und die Fähigkeit schnell und pro-aktiv auf Veränderungen zu reagieren, heute eine Schlüsselkompetenz darstellt.

 

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