23.11.2018

Operatives Prozessmanagement – Prozessvision vs. Toolmöglichkeiten

„Denn sie wissen nicht, was sie reden …“

… oder auch tun. Wieder einmal eine typische Projektsituation. Die Prozessdesigner entwickeln einen auf den Kunden zugeschnittenen Prozess. Alle dafür notwendigen Aspekte wurden berücksichtigt. Als nächstes kommen die Tool-Implementierer und müssen genau diesen designten Prozess im Tool abbilden. Und genau jetzt wird es interessant: Prozessdesigner und Tool-Implementierer prallen aufeinander. Man könnte meinen, russisch sprechende Menschen treffen auf chinesisch sprechende Menschen – und niemand hat einen Dolmetscher dabei.

Wie versteht jetzt die eine Fraktion, was die andere ihr beibringen will? Die meisten tun sich hier sehr schwer, weil die meisten Prozessdesigner nicht wissen, wie ein ITSM-Tool »tickt« und die meisten Tool-Implementierer über nicht genügend tiefer gehende Prozessdesign-Kenntnisse verfügen.

Doch wer steckt letztendlich im Dilemma? Der Kunde. Am Ende ist er es nämlich, der seinen Prozess nicht ins Tool bekommt und damit nicht auf die Straße. Aber was ist die Alternative? Tool-Implementierer, die auch Prozess-Know-how haben? Meiner Erfahrung nach nicht unbedingt, da hier die Berater immer die Möglichkeiten des Tools im Hinterkopf haben. Hier besteht nämlich die Gefahr, dass der Prozess zwar gut und einfach im Tool abgebildet werden kann, den Anforderungen des Kunden jedoch nur zum Teil entspricht. So scheint das auch nicht die optimale Lösung zu sein.

Es gibt am Markt leider sehr wenige Prozessdesigner, die auch genügend Verständnis von Toollogiken haben und die Prozessanforderungen in Toolanforderungen übersetzen können. Aber genau dieser Typ Berater wird benötigt. Er ist der Dolmetscher zwischen der russisch sprechenden Fraktion und der chinesisch sprechenden Fraktion. Wenn Sie also in einem ITSM-Projekt derartige Dolmetscher benötigen, sprechen Sie uns an.

 

 

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